Idee

Einmal frei sein. Alles, was man zum Leben braucht, auf dem Rücken tragen.
Mit wenig leben, sich von unnötigem Besitz verabschieden, der sich einem nur wie eine
Fessel um das Bein schließt. Den Blick frei haben für das, was vor einem liegt, die Zeit
haben, ihn schweifen zu lassen, den Weg klarer sehen.

Einmal das Leben so echt und pur spüren wie es nur geht. Die Natur achten, eine einfache
Weise des Reisens wählen. Andere Menschen, Länder und Kulturen entdecken, bewusst leben,
den Moment auskosten, sich treiben lassen. Gucken, was das Leben zu bieten hat.

Einmal die Welt in all ihrer Vielfalt bestaunen, oder so viel davon geht – dafür gibt es sie doch.
Das sichere Schneckenhaus verlassen, auf das Ungewisse vertrauen und etwas wagen.

Wir sind Kringel und Kathrin und wir haben uns Ende August 2016 auf den Weg gemacht, die Welt kennen zu lernen. Die Idee ist einfach: mit Rucksack & Zelt und nur dem Nötigsten unterwegs sein. Wir wollen unseren eigenen Pfad um die Welt finden und dabei so flexibel wie möglich bleiben, um offen zu sein für das Abenteuer. Wir wollen langsam reisen und die sich verändernde Welt erleben – fliegen ist uns zu einfach und zu viel geht uns dabei verloren.

Was wir bisher erlebt haben:

Die erste Etappe führte uns mit unserem Kanu „Fortwienix“ von Deutschland die Donau
runter bis nach Rumänien. Wir sind durch Österreich, die Slowakei, Ungarn, Serbien und
Kroatien gepaddelt und kurz nach der rumänischen Grenze haben wir unserem Kanu einen Winterschlaf gegönnt um mehr von dem Land, in dem Dracula zuhause war und welches viele deutsche Einflüsse hat, zu entdecken.

Sieben wundervolle und erlebnissreiche Wochen haben wir auf der Organic Art Ranch mitten in den Apuseni Bergen bei Zsuzsi & Roger verbacht, umgeben von Natur und einer inspirierenden Lebensweise. Wir sind über Rupea nach Brasov, Sibiu und Sighisoara getrampt, dann über Bucharest Richtung Constanza und in den Süden nach Bulgarien und weiter in die Türkei.

Wir haben einen Monat mit Anne auf ihrem Gulet in Marmaris an der Westküste verbacht, wo sich das ägäische und das Mittelmeer treffen. Wir haben den morgendlichen Ausblick auf Palmen und Meer genossen und viele interessante Kontakte geknüpft.

Anschließend haben wir uns langsam wieder auf den Rückweg nach Rumänien gemacht,
mit einem „Schlenker“ über Cunda Island, wo wir Hüseyin geholfen haben, seine kleinen
hölzernen Segelboote in Trimarane umzuwandeln – welche wir dann ausgiebig auf dem Meer gestestet haben.

Wir haben noch einmal vier Wochen bei Roger und Zsuzsi in den Apuseni Bergen verbracht und uns anschließend zurück auf den Weg zur Donau gemacht. Mit „Fortwienix“ sind wir in knapp drei Wochen die restlichen Kilometer bis zum Schwarzen Meer gepaddelt und haben das Kanu über den Razum-See zu den Konstanza Pfadfindern gebracht.

Entland der Schwarzmeerküste sind wir nach Bulgarien getrampt, dann einmal quer durchs Land nach Sofia um ein paar gemütliche Tage in der Hauptstadt zu verbringen. Im Anschluß daran sind wir in die Türkei getrampt und haben Hüseyin auf der Insel Cunda wieder getroffen. Zusammen zu dritt sind wir Richtung Norden nach Kerpe gefahren und von dort aus sind wir an der Schwarzmeerküste entlang nach Georgien getrampt.

In der zweitgrößten Stadt Georgiens Kutaissi haben wir uns sehr über Besuch aus der Heimat gefreut: Marina & Ferry haben Georgien als Urlaubsort gewählt und zusammen sind wir zu einem außergewöhnlichen Roadtrip quer durchs Land aufgebrochen.